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2013.03.04

Effizienzsteigerungen durch ein zentrales USV-Managementsystem – wie funktioniert das?

USV-Systeme für die unterbrechungsfreie Stromversorgung werden weithin zum Schutz von Präzisionsinstrumenten und kritischen Anlagen eingesetzt. Im Zuge des Wachstums eines Unternehmens sammeln sich dann in Büros und Werken allmählich immer mehr alte und neue USV-Systeme an. Die Wartung und Verwaltung dieser verschiedenen USV-Anlagen kann zu einem echten Problem werden.

Dank zunehmend hochentwickelter Netzwerktechnologie ist der Anschluss von USV-Anlagen an das Internet inzwischen einfacher als je zuvor. Für IT-Manager und Mitarbeiter in der EDV stellt die Möglichkeit der Verwaltung sämtlicher USV-Anlagen über ein zentrales Managementsystem eine erhebliche Arbeitserleichterung dar. Dieser Artikel beschreibt, wie die Verwaltung aller USV-Anlagen eines Unternehmens in einem System umsetzbar ist und welchen Nutzen ein zentrales USV-Management mit sich bringt.

 

Zentral gesteuertes USV-Management und seine Vorteile

Zum Schutz erfolgskritischer Abläufe investieren Unternehmen in USV-Systeme, damit die Aufrechterhaltung ihres Betriebs unter allen Umständen gewährleistet ist. Mit der einfachen Installation dieser Anlagen ist es jedoch nicht getan. Die IT-Mitarbeiter müssen in der Lage sein, die Einheiten zu verwalten und zu steuern, und ihre ordnungsgemäße Bedienung sicherstellen. Ein zentrales USV-Managementsystem bietet den Vorteil, dass der Status der USV-Anlagen sofort abrufbar ist, einschließlich Leistungsinformationen zu einzelnen USV-Einheiten und Angaben zu ihrem Standort. Die Systemverwalter können darüber hinaus den Ladezustand überprüfen und erkennen, wann ein Akku- bzw. Batteriewechsel ansteht, sowie den Betriebsstatus jeder USV abfragen. Wenn alle Daten vollständig in nur einem System erfasst sind und der Zugriff über eine bedienfreundliche Benutzeroberfläche mit einem gemeinsamen Alarm möglich ist, lassen sich über ein zentrales USV-Managementsystem problemlos einige Dutzend oder auch Hunderte von USV-Anlagen verwalten. Verglichen mit einer sukzessiven Überprüfung einzelner USV-Anlagen in einer verteilten Installation ist eine zentrale Überwachung sehr viel effizienter.

 

Anschluss von USV-Anlagen an ein zentrales Managementsystem

Hinsichtlich der Verwaltung sämtlicher USV-Anlagen in einem System gibt es zwei Systemansätze:

1. Anschluss der USV-Geräte an einen Einzel-PC über eine serielle Schnittstelle:
Installieren Sie ein Modul mit mehreren Ports zur Erweiterung der RS232-Schnittstelle in Ihrem Computer oder schalten Sie die USV-Geräte über RS485 hintereinander und stellen Sie dann den Anschluss zur RS232-Schnittstelle des Computers her. Die RS485 eignet sich ideal zum Anschluss von USV-Anlagen über weite Strecken, die Pollzeit ist jedoch direkt abhängig von der Anzahl der eingebundenen USV-Geräte – je mehr Geräte angeschlossen sind, desto mehr Zeit brauchen die Abfragen im Netzwerk (Polling).

2. Erfassung von USV-relevanten Daten über das Netzwerk:
Um USV-relevante Daten an das Netzwerk zu schicken, kann für die Übermittlung an das Netzwerk eine SNMP-Karte eingesetzt oder USV-Software installiert werden. Die zentrale Management-Software muss zur Kommunikation mit sowohl der USV-Software als auch der SNMP-Karte fähig sein. Steigt die Anzahl der Netzwerkknoten, wird der Traffic im Netzwerk zum Schlüsselfaktor Ihres Management-Systems. Um Datenstaus im Netzwerk zu vermeiden, sollte über die Management-Software eine Anpassung der Pollzeit möglich sein, so dass weniger Datenpakete gesendet werden. Oberste Priorität hat dabei natürlich immer, dass die betrieblichen Prozesse in Ihrem Unternehmen reibungslos ablaufen.

Erfassung von USV-relevanten Daten über das Netzwerk

 

Effizienzsteigerungen durch zentrale USV-Management-Software

Mit einer zentralen USV-Management-Software ist eine intelligente Planung möglich, damit bei Störungen der Stromversorgung die richtigen Maßnahmen zum Schutz der betrieblichen Abläufe greifen. Im Fall einer Störung kann mit Hilfe der Management-Software die ausgefallene USV ermittelt und lokalisiert und das Ereignis analysiert werden. Die Systemverwalter werden informiert und erhalten alle erforderlichen Informationen, um im Hinblick auf die durch die USV-Systeme geschützten Anlagen unmittelbar handeln zu können.

Die Systemverwalter können auch Prioritäten für USV-Tasks festlegen: auf Grundlage der Kriterien USV-Status, Modell, Auslastung, Akku/Batterie-Zustand und der durch die USV-Management-Software bereitgestellten Informationen. Zum Beispiel können die Systemverwalter feststellen, welche USV zu mehr als 80 % ausgelastet ist. Diese Information kann ein Hinweis darauf sein, dass eine größer dimensionierte USV angeschafft werden muss. Kommt es zum Stromausfall und beträgt die Batterie-/Akkuleistung der relevanten USV weniger als 30 %, wird ein Abschaltvorgang eingeleitet. Der Nutzen einer zentralen USV-Management-Software liegt nicht allein im Schutz kritischer betrieblicher Prozesse. Sie trägt auch dazu bei, eine Fehlnutzung von Humanressourcen zu vermeiden, und wirkt sich positiv auf die Effizienz aus.

Weitere Informationen über USV-Software und Netzwerktechnik von Delta erhalten Sie hier:
Delta UPS Software Center

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