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    Die Rolle von DCIM in modernen Rechenzentren: Ein Überblick

    Die Fähigkeiten eines typischen Data Center Infrastructure Management-Systems (DCIM) haben sich seit den Anfängen deutlich weiter entwickelt. Es gibt kontroverse Diskussionen darüber, was eine umfassende DCIM-Lösung leisten sollte. Doch es wird von niemandem mehr in Zweifel gestellt, dass es sich dabei um eine grundlegende Komponente moderner Rechenzentren handelt. Was ist DCIM genau und warum spielt es so eine wichtige Rolle?

    Das Marktforschungsunternehmen Gartner definiert DCIM als „[eine Gruppe von] Werkzeugen, [die] die Auslastung von Rechenzentren und den Stromverbrauch aller IT-relevanten Geräte und Komponenten der Anlageninfrastruktur (z. B. Stromverteilungsgeräte und Klimaanlagen von Rechnerräumen) überwachen, messen, verwalten und/oder steuern.“

    Zusammengefasst geht es bei DCIM darum, Rechenzentren zu automatisieren und transparenter zu gestalten, um die dort verwendeten Geräte besser im Blick zu behalten und leichter zu verwalten. Ein DCIM kann so konfiguriert werden, dass es für das gesamte Rechenzentrum, in einem separaten, geschützten Bereich innerhalb einer Anlage oder sogar in einem von einem Unternehmen betriebenen privaten Rechenzentrum eingesetzt werden kann.

    DCIM ist im Vergleich zur relativ langen Geschichte der Rechenzentren eine verhältnismäßig neue Entwicklung. Seit die ersten DCIM-Lösungen vor etwa 10 Jahren auf den Markt kamen, hat sich dieses System entscheidend weiterentwickelt. Heute ist es grundlegender Teil moderner Anlagen.

    Das Marktforschungsunternehmen IDC prognostiziert, dass der DCIM-Markt bis 2019 jährlich um ca. 16 Prozent auf bis zu 988 Millionen US-Dollar anwachsen wird. Dieses rasante Wachstum und die damit zusammenhängenden sehr realen Vorteile sind der Grund, warum es nicht nur für Facility Manager, sondern auch für CIOs und IT-Manager so wichtig ist, sich mit dem Thema DCIM auseinander zu setzen.

     

    In DCIM investieren

    Understanding the role of DCIM in modern data centers

    Am einfachsten lässt sich die Bedeutung von DCIM erkennen, wenn man sich ältere Rechenzentren genauer ansieht. Früher mussten Facility Manager die Betriebsmittel manuell mit Hilfe von Tabellen und Netzwerkdiagrammen überwachen. Ein korrekt implementiertes DCIM-System hingegen bietet sich selbst generierende, grafische Ansichten der Schlüsselkomponenten und liefert Statistiken über das Rechenzentrum.

    Delta’s InfraSuite Manager can show the correct installation location of servers and network devices.

    Der InfraSuite Manager von Delta zeigt beispielsweise den exakten Installationsort von Servern und Netzwerkgeräten. Hierzu wird das eigentliche Rechenzentrum als hierarchisches Symbol dargestellt, in dem die derzeitige Kapazität und die freien Racks in einer Anlage angezeigt werden.

    Rechenzentren, die in bestehenden Gebäuden eingerichtet werden, werden meist in ein existierendes Gebäudemanagementsystem (BMS) integriert, das die verschiedene Protokolle verwendet, um Eingangsstrom, Backup-Generatoren und den Zustand von Kühlsystemen zu verwalten und zu überwachen. Das kann bis zur Echtzeitdarstellung der Temperatur auf Regalebene oder des Stromverbrauchs der einzelnen Racks reichen.

    Die Daten und die Transparenz, die ein DCIM liefert, geben den Teams kleiner Rechenzentren die Möglichkeit, effizient zu arbeiten und gleichzeitig mögliche sich entwickelnde Probleme schnell zu erkennen. Das ist äußerst wichtig, denn Rechenzentren sind heute hochkomplexe Einrichtungen, die sowohl räumlich als auch im Sinne der Rechenkapazitäten ständig weiter wachsen und dabei mit immer mehr zusätzlichen Geräten ausgestattet werden.

    Experten sind sich einig, dass sich viele Ausfälle im Vorfeld ankündigen. Viele Probleme entwickeln sich über einen längeren Zeitraum. Dabei zeigen sich oft Symptome, die als Vorwarnungen gedeutet werden können. Um solchen Problemen zuvorzukommen, erfassen Sensoren wie der Umgebungsdetektor EMS1000 von Delta Umgebungsparameter wie Temperatur oder Feuchtigkeit und informieren über den Zustand des Rechenzentrums.

    Delta’s EMS1000 environment detector can collect environmental parameters such as temperature, humidity and others, to offer continuous updates on the state of the data center.

    Da sich in einem Rechenzentrum meist mehrere Hundert Geräte befinden, spielt das DCIM-System eine wichtige Rolle bei der Überwachung der vielen Datenpunkte, um ungewöhnliche Situationen oder negative Entwicklungen zu erkennen, bevor sie den laufenden Betrieb beeinträchtigen können. Der Zustand des Rechenzentrums wird auf einer zentralen, konfigurierbaren Oberfläche dargestellt. So können Manager die vielen Systeme, für die sie verantwortlich sind, intuitiv durchsuchen und schließlich die Verbindung zwischen den einzelnen Warnungen finden, die ihnen andernfalls möglicherweise entgangen wäre.

    Moderne DCIM-Lösungen können sogar situationsgerechte Handlungsempfehlungen geben. Dafür bietet der InfraSuite Manager von Delta Ereignisprotokolle, Nachverfolgungsoptionen, Verlaufsdiagramme und Analysen sowie verschiedene Intervallberichte für die erfassten Daten. So kann das IT-Team die allgemeine Rechenzentrumsumgebung über eine zentrale Bedienoberfläche in Echtzeit überwachen.

    Leider gibt es noch keinen branchenweiten DCIM-Standard, auf den sich alle Gerätehersteller geeinigt haben, oder dominante Plattformen, wie man sie aus der IT-Welt kennt. Es gibt heute unterschiedliche DCIM-Lösungen, die sich grob in folgende Gruppen einteilen lassen: Voll ausgestattete Plattformen, die das Ziel verfolgen, alle Aufgaben zu übernehmen, und DCIM-fähige Produkte, die sich in diese Plattformen integrieren lassen oder mit anderen DCIM-fähigen Komponenten zusammen arbeiten.

    Es ist nicht untertrieben zu sagen, dass es trotze der Vielzahl der DCIM-Systeme keine zwei identischen DCIM-Implementierungen gibt. Das überrascht nicht, wenn man bedenkt, dass jedes Rechenzentrum individuell an die unterschiedlichsten Prioritäten und Zielsetzungen angepasst wird. 

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