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  • Fachbeitrag - Delta
  • Fachbeitrag

     

    Die Rolle von DCIM in modernen Rechenzentren: DCIM der nächsten Generation

    Bessere Verwaltung von Rechenzentren

    Ein DCIM (Data Center Infrastructure Management) bietet die verschiedensten Verwaltungsmöglichkeiten für die unterschiedlichsten Zielgruppen, beispielsweise Facility Manager, CIOs oder IT-Manager. Facility Manager sind meist vor allem an Aspekten interessiert, die für die Kosten, Zuverlässigkeit und Verwaltung des Rechenzentrums relevant sind.

    Werfen wir einen genaueren Blick auf einige der Vorteile, die DCIM-Lösungen hier bieten:

    • Kosten sparen durch Energiemanagement

      Einer der größten Posten im Hinblick auf die Betriebskosten eines Rechenzentrums sind die Stromkosten, für die Hochleistungsserver und die Klimaanlage. Durch die Integration eines DCIM in das Stromnetz des Gebäudes und die Möglichkeit, IT- und Nicht-IT-Lasten zu überwachen, kann die Energieeffizienz oder Power Usage Effectiveness (PUE) eines Rechenzentrums leichter kontrolliert werden und im Hinblick auf die effiziente Nutzung von Strom im Gebäude optimiert werden.

      Doch neben den Kosteneinsparungen durch einen effizienteren Energieverbrauch können Unternehmen mit einer eigenen Energieeffizienzstrategie DCIM auch nutzen, um den Stromverbrauch in der gesamten Infrastruktur des Unternehmens zu optimieren und so einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

      Brining DCIM to the next level - Cost savings through energy management
    • Überwachung für mehr Zuverlässigkeit

      Einfach gesagt, sammeln und protokollieren DCIM-Systeme im Hintergrund zunächst einmal umfangreiche Daten von hunderten oder sogar tausenden Geräten und Komponenten im Rechenzentrum und ermitteln Parameter wie Stromverbrauch, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Belüftung.

      Die daraus resultierenden Datensätze können leicht analysiert werden und als Grundlage für ein virtuelles Modell der Infrastruktur dienen, in dem die Beziehungen zwischen den verschiedenen Komponenten virtuell abgebildet werden. Ein solches Modell eignet sich für eine proaktive Wartung. Dabei wird beispielsweise ein Analysemodul verwendet, um Ineffizienzen oder schwache Verknüpfungen in der Umgebung aufzuspüren. Oder es kann für eine Fehlerquellenanalyse herangezogen werden, die bei einem Ausfall von entscheidender Bedeutung sein kann.
    • Bessere Kapazitätsplanung

      Es ist kein Geheimnis, dass die Effizienz eines Rechenzentrums vor allem von einer korrekten Kapazitätsplanung abhängt. Dazu gehört eine detaillierte Berechnung der Auslastung unter normalen Bedingungen und zu Spitzenzeiten. Facility Manager benötigen normalerweise spezielle Tools zur Kapazitätsplanung, um die erforderlichen Ressourcen und die Leistungsaufnahme des Rechenzentrums zu ermitteln. Grundlage für diese Berechnungen sind Daten wie die aktuellen und die prognostizierten zukünftigen Operationen basierend auf den lokalen Strompreisen, die beispielsweise vom InfraSuite Manager von Delta bereit gestellt werden.

      Informationen wie die aktuelle Ressourcenauslastung und Kühlmuster, wie sie von einem DCIM-System geliefert werden, sind für Standalone-Planungstools eine wirkungsvolle Unterstützung. Eine exakte Prognose zum Lebensdauerende einer Ressource ermöglicht eine Abstimmung der Erweiterungspläne mit dem tatsächlichen Bedarf.

      Better capacity planning

     

    DCIM in der IT

    DCIM wurde ursprünglich als Tool für Facility Manager entwickelt. Doch die vielen Funktionalitäten moderner Systeme machen DCIM auch für IT-Experten interessant.

    • DCIM im Asset Management

      Asset Management ist einer der wichtigsten Stärken von DCIM, da das System einen Überblick über die aktiven Geräte eines Rechenzentrums liefert. So ist es einfach, einen fehlerhaften Server oder nicht funktionierende Netzwerk-Hardware im Rechenzentrum schnell zu ermitteln. Je mehr Zeit es braucht, solche Geräte zu ermitteln, desto länger ist die sogenannte Mean Time to Repair (MTTR), also die mittlere Reparaturzeit. Je nach Rolle des fehlerhaften Geräts kann dies schwerwiegende Konsequenzen für die Zuverlässigkeit des gesamten Systems haben.

      Zum Asset Management gehören auch detaillierte Informationen über die genaue Konfiguration und Auslastung der verschiedenen Geräte in einem Rechenzentrum, zum Beispiel virtuelle Gast-Geräte, die ein physischer Server aktuell hostet. DCIM übernimmt zunehmend auch diese Aufgabe, wodurch IT-Mitarbeiter in der Lage sind, nicht ausgelastete Server zu erkennen oder Geräte zu ermitteln, die eingeschaltet sind, derzeit aber keine aktiven Services ausführen oder anderweitig genutzt werden.
    • Konnektivität überwachen

      Neben der Überwachung physischer Geräte kann DCIM auch in das Netzwerk integriert werden, um Einblicke in die Port-to-Port-Konnektivität in einem Rechenzentrum zu gewähren. Dazu gehört beispielsweise der Standort von Top-of-Rack-Netzwerk-Switches und Core-Switches, ihre Position in der Netzwerktopologie und die die entsprechenden Verkabelungen und Patches.

      Das kann bei der Erkennung und Isolierung von Konnektivitätsproblemen sehr hilfreich sein und spielt eine wichtige Rolle beim Schutz gegen unbefugte Eingriffe in Colocation-Umgebungen. Trotz der zunehmenden Nutzung von softwaredefiniertem Networking (SDN) wird dieser Aspekt immer wichtiger, da ein physischer Kreis als Grundlage für mehrfache virtuelle Links dienen kann.

      Keeping an eye on connectivity

     

    DCIM der Zukunft

    DCIM optmization

    Wie lässt sich die passende DCIM-Lösung für ein Rechenzentrum ermitteln und bereitstellen? Früher war dies relativ einfach, da es nur eine handvoll DCIM-Lösungen auf dem Markt gab. Heute gibt es ein umfangreiches Angebot von den unterschiedlichsten Herstellern. Diese Systeme sind äußerst komplex und eine korrekte Auswertung der einzelnen Angebote würde viel Zeit in Anspruch nehmen. Dies ist daher kaum noch möglich.

    Doch Unternehmen sollten nicht nach der „perfekten“ Lösung suchen, sondern nach der für ihre Endziele optimalen DCIM-Lösung. Dabei spielen Faktoren wie Performance in der jeweiligen Betriebsumgebung, vollständige Unterstützung der bestehenden Hardware und Integration in die bestehende IT-Verwaltungs-Software eine wichtige Rolle.

    Es ist sinnvoll, von Anfang an ein System aufzubauen, das vom DCIM unterstützt wird, beispielsweise PDUs (Stromverteilungsgeräte), STS (statische Transferschalter) und weitere Geräte, darunter Hardware zur Zugangskontrolle und Überwachung. Delta bietet mit seinem großen Angebot integrierter Komponenten Systeme aus einer Hand, die die Anforderungen von Facility Managern im Hinblick auf Rechenzentren erfüllen.

    Wohin führt der Weg für DCIM und was kann man von dem System erwarten? Moderne Rechenzentren sind bereits für den 24/7-Betrieb und eine optimale Geschäftskontinuität ausgelegt. Doch eine moderne DCIM-Lösung kann die Automatisierung noch weiter optimieren, um Probleme zu erkennen und zu lösen, bevor sie auftreten.

    Daher werden Rechenzentren der nächsten Generation durchgängig mit IoT (Internet of Things)-Geräten und -Sensoren ausgestattet sein. Hinzu kommen eine tiefgreifende Software-Integration der Rechen-, Speicher- und Netzwerkkomponenten. Modernste Algorithmen für maschinelles Lernen analysieren kontinuierlich tausende unterschiedlicher Parameter, um sicherzustellen, dass Stromverbrauch und Kühlkapazitäten genau an die sich ständig ändernden Rechenlasten angepasst werden.

     

    Schlussfolgerung

    DCIM wird nicht länger eine Nieschenlösung bleiben. Es wird vielmehr eine tragende Rolle spielen, wenn es darum geht, herausragende Rechenzentren von der Masse der „nur modernen“ Zentren zu unterscheiden. Und anstatt auf verschiedene DCIM-Lösungen zurückzugreifen, die untereinander nicht kompatibel sind oder deren Funktionen sich überlappen, können DCIM-fähige Geräte miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten.

    Es stimmt nachdenklich, dass in vielen Rechenzentren noch manuelle Prozesse an der Tagesordnung sind, wenn es um Kapazitätsplanung und Prognosen geht. Dazu gehört beispielsweise auch die Verwendung von einfachen Sensoren und Tabellen, um die Kühleffizienz zu steuern Für viele Rechenzentren und Unternehmen, die in diese Kategorie fallen, kann selbst die Einführung einer einfachen DCIM-Lösung einen gravierenden Unterschied im Hinblick auf Produktivitätssteigerung und leichtere Verwaltung ausmachen.

    Unternehmen, die bereits eine DCIM-Lösung einsetzen, können ihr System mit der Zeit durch neue Funktionen und eine noch tiefere Integration weiter optimieren. Das voll automatische Rechenzentrum ist sicher noch Zukunftsmusik, doch die Zukunft rückt jeden Tag näher.

    Weitere Informationen zu den DCIM-Lösungen von Delta finden Sie hier.

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